Jeunesses Musicales
Landesverband
Mecklenburg - Vorpommern e.V.

 





Eva Herrmannová


wurde 1929 in Wien geboren und lebte von 1929 bis 1938 zusammen mit ihren Eltern in Opava/Troppau in Schlesien (Nordmähren).


1938 flüchtete die Familie des Vaters nach Prostějov (Prossnitz) in Mittel-Mähren. Die Familienmitglieder des Vaters wurden 1941-42 nach Theresienstadt und von dort aus weiter deportiert.


Da die Mutter keine Jüdin war, Eva aber nach ihrer Geburt in die Jüdische Matrik eingetragen wurde, galt sie nach den Nürnberger Gesetzen als jüdischer Mischling, durfte ab 1941 keine Schule mehr besuchen und wurde 1943 mit 14 Jahren nach Theresienstadt deportiert. Sie beteiligte sich stark an den kulturellen Aktivitäten der Theresienstädter Häftlinge, sang im Chor der Hans Krása Kinderoper Brundibár und auch im von Rafael Schächter und Karel Berman geleiteten Mädchen-Chor.


1945 kehrte sie zu ihren Eltern zurück in ihre durch den Krieg stark zerstörte Vaterstadt Opava.


Von 1952 bis 57 studierte sie Musikwissenschaft an der Prager Karl-Universität und Opernregie an der Prager Musikhochschule.


Es folgten Tätigkeiten als Leiterin der musikdramatischen Abteilung im neu gegründeten Prager Theaterinstitut und als Opernkritikerin.


1969 gründete sie mit Walter Felsenstein (Berlin) und Steven Arlen (London) das Musiktheaterkomitee des Internationalen Theaterinstituts ITI - UNESCO. 1991 wurde sie als Operndirektorin des National Theater Prag berufen.



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